{"id":713,"date":"2016-12-27T21:37:48","date_gmt":"2016-12-27T20:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.atheologie.de\/blog\/?p=713"},"modified":"2016-12-27T21:37:48","modified_gmt":"2016-12-27T20:37:48","slug":"blick-in-fremde-haeuser-oder-die-sinnlosigkeit-mancher-journalistischer-erguesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.atheologie.de\/blog\/?p=713","title":{"rendered":"\u201eBlick in Fremde H\u00e4user\u201c oder die Sinnlosigkeit mancher Journalistischer Erg\u00fcsse"},"content":{"rendered":"<p>Johan Schloemann schreibt in seinem Kommentar <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/einrichtungsstil-es-gibt-kaum-etwas-besseres-als-in-fremde-haeuser-hineinzuschauen-1.3308711\">\u201eEs gibt kaum etwas Besseres, als in fremde H\u00e4user hineinzuschauen\u201c (S\u00fcddeutsche Zeitung)<\/a> \u00fcber seine Angewohnheit, in den \u201eletzten Tagen\u201c des Jahres w\u00e4hrend des Radfahrens im Dunklen durch Fenster in fremde, beleuchtete Wohnungen zu schauen. Manche der Wohnungen empfindet er als geschmackvoll, andere als ungem\u00fctlich, weil z.B. \u201enichts Sch\u00f6nes auf der Fensterbank\u201c stehe.<\/p>\n<p>Eine pers\u00f6nliche Wertung sei jedem zugestanden. Armselig wird Schloemanns Kommentar sp\u00e4testens als er schreibt \u201eK\u00f6nnte es nicht doch sein, dass unter den ungastlichen Deckenlampen herzensgute Menschen wohnen?\u201c Er stellt hier nicht nur sein eigenes \u00e4sthetisches Empfinden \u00fcber das anderer, sondern er geht sogar so weit anklingen zu lassen, da\u00df eine andere Auffassung von sch\u00f6n und h\u00e4\u00dflich gekoppelt sein k\u00f6nnte mit einer Charaktereigenschaft wie der G\u00fcte eines Menschen.<\/p>\n<p>Vielleicht haben manche Menschen schlichtweg zu wenig Geld, oder setzen andere Priorit\u00e4ten in ihrem Leben, als vorbeifahrenden Radlern einen sch\u00f6nen Anblick bieten zu wollen. Oder haben ein v\u00f6llig andere Auffassung von Innenarchitektur.<\/p>\n<p>Warum dieser Artikel und diese v\u00f6llig nutzlose \u00dcberheblichkeit? Hat der Autor nichts Besseres zu tun? Der Artikel schlie\u00dft mit einem Verweis auf Kirchen, in denen von \u201eHell und Dunkel\u201c die Rede sein werde. Wie jetzt &#8211; all das um ein klein wenig Werbung f\u00fcr einen Kirchenbesuch zu ver\u00f6ffentlichen? Allerdings: wenn man sich an die andernorts oft gehegte \u00dcberheblichkeit von Religi\u00f6sen gegen\u00fcber Religionsfreien erinnert (z.B. <a href=\"https:\/\/www.atheologie.de\/blog\/?p=26\">Pl\u00f6tzlich streifen wieder Christenrudel durch die Stadt<\/a>), wird einiges klar.<\/p>\n<p><em>Referenz:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/einrichtungsstil-es-gibt-kaum-etwas-besseres-als-in-fremde-haeuser-hineinzuschauen-1.3308711\">S\u00fcddeutsche: <\/a><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/einrichtungsstil-es-gibt-kaum-etwas-besseres-als-in-fremde-haeuser-hineinzuschauen-1.3308711\">\u201eEs gibt kaum etwas Besseres, als in fremde H\u00e4user hineinzuschauen\u201c<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johan Schloemann schreibt in seinem Kommentar \u201eEs gibt kaum etwas Besseres, als in fremde H\u00e4user hineinzuschauen\u201c (S\u00fcddeutsche Zeitung) \u00fcber seine Angewohnheit, in den \u201eletzten Tagen\u201c des Jahres w\u00e4hrend des Radfahrens im Dunklen durch Fenster in fremde, beleuchtete Wohnungen zu schauen. 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