{"id":462,"date":"2013-11-12T03:52:31","date_gmt":"2013-11-12T01:52:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.atheologie.de\/blog\/?p=462"},"modified":"2014-07-28T21:25:59","modified_gmt":"2014-07-28T19:25:59","slug":"sueddeutsche-9-11-2013-verweis-auf-gott-beim-anblick-von-gletschern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.atheologie.de\/blog\/?p=462","title":{"rendered":"Gott besser einfach mal weglassen! Kritik zur Filmkritik &#8222;Chasing Ice&#8220; in der S\u00fcddeutschen"},"content":{"rendered":"<p>Ein unn\u00f6tiger Verweis auf Gott? Subtile Bekr\u00e4ftigung der Existenz Gottes? In der Ausgabe vom 9. November 2013 berichtet die S\u00fcddeutsche Zeitung in einem Artikel \u00fcber den Film &#8222;Chasing Ice&#8220; von James Balog und verwendet den Begriff &#8222;G\u00f6ttliche Architektur&#8220; als selbstverst\u00e4ndliche Tatsache. <!--more--><\/p>\n<p>Der Artikel berichtet \u00fcber den k\u00fcnstlerischen Werdegang Blogs, schildert den Inhalt des Filmes und geht auf die Problematik der Gletscherschmelze und des menschlich erzeugten Klimawandels ein. In der Druckausgabe ist der Text mit <em>&#8222;G\u00f6ttliche Architektur&#8220;<\/em> betitelt, in der<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/chasing-ice-im-kino-kunstwerke-die-fuer-immer-verloren-sind-1.1814452\" target=\"_blank\"> Onlineversion<\/a> mit <em>&#8222;Kunstwerke, die f\u00fcr immer verloren sind&#8220;<\/em>; allerdings ist in der Onlineversion die Webseite selbst, also die Zeile, die z.B. im Fenstertitel des Webbrowsers erscheint, mit <em>&#8222;&#8218;Chasing Ice Im Kino &#8211; G\u00f6ttliche Architektur [&#8230;]&#8220;<\/em> beschriftet. In beiden Version, Druck und Online, findet sich gegen Ende des Artikels das Zitat <em>&#8222;Was Balog hier zeigt, ist eine Reaktion der Natur auf unsere Hybris, auf den Eingriff des Menschen in die g\u00f6ttliche Architektur.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Es ist unklar, ob in dem ansonsten religi\u00f6s neutral und gut geschriebenem Artikel der Verweis auf Gott von der Autorin Susan Vahabzadeh mit Absicht oder unbewu\u00dft verwendet wurde. Offensichtlich tr\u00e4gt der Verweis auf eine <em>&#8222;g\u00f6ttliche Architektur&#8220;<\/em> nicht zum Verst\u00e4ndnis des Textes bei. Die Brisanz der Klimaerw\u00e4rmung und die Sch\u00f6nheit der Natur lie\u00dfen sich auch ganz ohne Gottesbezug darstellen.<\/p>\n<p>Solche unreflektiert benutzte Verweise untermauern auf mehr oder weniger subtile Art die anscheinende Selbstverst\u00e4ndlichkeit, da\u00df Gott existiert und die Welt erschaffen habe. Doch gerade wenn es um einen Text mit wissenschaftlichen Hintergrund handelt, hier der Klimaforschung, sollten unbewiesene Thesen auch als solche gekennzeichnet werden, vielleicht als eine &#8222;m\u00f6glicherweise von Gott geschaffene Architektur&#8220; &#8211; oder &#8222;Gott&#8220; einfach ganz weglassen.<\/p>\n<p><strong>Referenzen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/chasing-ice-im-kino-kunstwerke-die-fuer-immer-verloren-sind-1.1814452\" target=\"_blank\">SZ-Online 2013-11-09<\/a><\/li>\n<li>SZ Druckausgabe 2013-11-09, Seite 13<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein unn\u00f6tiger Verweis auf Gott? Subtile Bekr\u00e4ftigung der Existenz Gottes? In der Ausgabe vom 9. 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