Archiv des Autors: Michael P. Geyer

Die Sozialwahl 2017 oder: Was wähle ich als religionsfreier Humanist?

Die Sozialwahl

Bei der Sozialwahl 2017 wird neben anderen Vertretungen auch die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund gewählt. Dieses Gremium besteht aus 15 Vertretern der Versicherten und 15 Vertretern der Arbeitgeber. Die Wahl der Vertreter aus der Gruppe der Versicherten ist eine Listenwahl.

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Dieselgate bei VW & Audi – Vorschlag einer ethischen Kompensation

Auch mein Audi A4 ist betroffen vom Betrug bei Dieselmotoren der Marke Volkswagen (siehe zum Beispiel „Der Dieselantrieb ist eine große Lüge“, Süddeutsche Zeitung). Als ethische Kompensation habe ich Audi daher gebeten für meinen Fall 500€ an eine Umweltschutzorganisation zu spenden. Meine E-Mail an die Audi-Kundenbetreuung hier in Kopie:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Schreiben vom Januar 2017 haben Sie mich gebeten, meinen Audi
A4 „umprogrammieren“ zu lassen, da aufgrund einer „Motorsteuergeräte
Software“ die Spezifikation des Motors hinsichtlich des NOx-Ausstoßes
nicht der entspricht, die von Ihnen ursprünglich angegeben wurde. Diese
Spezifikation war für mich ausschlaggebend, einen Dieselgebrauchtwagen
mit EURO-5-Norm zu kaufen. Ich komme Ihrer Aufforderung gerne nach.

In Ihrem Schreiben „möchten“ Sie sich „entschuldigen“. Allerdings kann
man um Entschuldigung nur bitten, sich diese jedoch nicht selbst gewähren.

Ich bitte Sie als ethische Kompensation für diesen Betrug an mir und der
Umwelt in Bezug auf meinen Audi A4 500€ an eine von Ihnen ausgewählte
Umweltschutzorganisation zu spenden. Sollten Sie dieser Bitte
nachkommen, bin ich gerne bereit, Ihr Fehlverhalten in diesem Fall zu
entschuldigen.

Bitte teilen Sie mir bis zum 31.5.2017 mit, ob Sie meiner Bitte
entsprechen.

Um meiner Bitte Nachdruck zu verleihen, erlaube ich mir, diese zu
veröffentlichen.

Des Weiteren möchte ich Sie animieren, den Werbespruch „Vorsprung durch
Technik“ nicht mehr zu verwenden.

Ergänzung 8.5.2017:

Am 7.5.2017 hat mir Audi sehr freundlich geantwortet, und, natürlich nicht komplett unerwartet, meiner Bitte nicht entsprochen –  mit der Begründung, daß die Audi AG „bereits sozial sehr engagiert ist und bereits in vielen Bereichen aktiv ihre Unterstuetzung anbietet“. Na gut, ich habe es versucht.

(Bildquelle: Pixabay)

Mehr und Mehr Menschen benötigen keine Religion

Mehr und Mehr Menschen leben glücklich ohne Gott – Matthias Dobrinski empfindet das als dramatisch. Dagegen hebt Sonja Zekri hervor, welche Freiheiten ohne Religion erst möglich sind. Mein Leserbrief zu „Selbst ist der Sinn“ von Matthias Drobinski und „Minarett statt Minirock“ von Sonja Zekri, in der Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 20.8.2016: Weiterlesen

Zollitsch fordert Abschaffung der Todesstrafe? Im Katechismus erlaubt!

Bei meiner Lektüre des Atheist Media Blogs konnte ich heute Lesen, daß Bischof Zollitsch die Abschaffung der Todesstrafe fordere. Im Orginalartikel des Focus  findet sich der Interessante Satz „Die katholische Kirche spricht sich seit Jahren für die Abschaffung der Todesstrafe aus„.  Diese Behauptung ist zumindest fragwürdig, denn im vom Vatikan veröffentlichten und somit gültigen Katechismus der katholischen Kirche findet sich die Bestimmung: Weiterlesen

Herr Franz-Peter Tebartz-van Elst – Lügender Bischof

Selten bekommt ein Bischof die Ehre der Widmung eines kompletten Brennpunkts der ARD (daserste.de): In der Sondersendung vom heutigen Donnerstag, 10. Oktober 2013, sagt Jochen Riebel, Vermögensverwaltungsrat im Bistum Limburg, offen: „weil er uns belogen hat“. Rechtlich relevant ist aktuell nicht die augenscheinliche Verschwendung von Kirchengeldern für die Renovierung seines Bischofsitzes (Spiegel.de, siehe auch AtheistMediaBlog), sondern eine eidesstattliche Falschaussage: Der Bischof hat schlichtweg gelogen. Nebenbei man darf sich Fragen, wie viel Vermögen im „Bischöflichen Stuhl, einem mehr als hundert Jahre alten Kirchenvermögen“ (Spiegel.de), tatsächlich vorhanden ist, wenn man 30 Millionen Euro einfach mal so ausgeben kann. Weiterlesen

Ostern, Karfreitag, Tanzverbot – Das alljährliche „Blabla“ der Kirchen

Inzwischen kann man guter Hoffnung sein kann, daß die Medienberichterstattung über den neuen Papst Franziskus langsam nachläßt und man nicht mehr erschrocken vom Sofa fallen muß, wenn man, nichts Böses ahnend, eine Serie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen anschaut und plötzlich weißen Rauch aufsteigen sieht:   Die „München 7“-Folge „Ein letztes Mal“ wurde wegen der Papstwahl unterbrochen (siehe auch Wikipedia), auf einem Großteil der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wurde, gleichgeschaltet, „Papst“ gezeigt.

Doch die Freude währt nicht lange: Ostern steht vor der Tür und damit werden wir sicher wieder mit den neuesten klerikalen Aussagen in allen Medien bombardiert werden. Aber auch wir Militante Atheisten haben vor Ostern natürlich schon ein Ziel im Auge: Das Karfreitagstanzverbot. Und so beginnt das jährliche Ringelreihen – juhe!

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Fehlanzeige – kaum Reaktion des ProChrist-Kuratoriums in puncto Todesstrafe für Homosexuelle

Am 10. Januar veröffentlichte ich in diesem Blog einen Kommentar zur „Gebetaktion“ von ProChrist; im speziellen ging ich auf die Weigerung einer ProChrist-Beterin ein, gegen die Todesstrafe für Homosexuelle zu beten (Betet ProChrist nicht gegen die Todesstrafe für Homosexuelle ?). Wie angekündigt habe ich alle Kuratoriumsmitglieder von ProChrist, deren E-Mail-Adressen ich ausfindig machen konnte, oder die ein Web-Formular für Feedback zur Verfügung stellen, mit folgendem Brief angeschrieben:

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Betet ProChrist nicht gegen die Todesstrafe für Homosexuelle ? „Dein Wunsch an Gott“ wegen „Wegen SPAM-Verdacht bzw. mißbräuchlicher Nutzung gesperrt“

Der Atheist-Media-Blog (AMB) hat in seinem Artikel „Jesuskanal: Atheisten in Panik: Klappt Gebetsexperiment von ProChrist?“ auf eine Aktion von ProChrist hingewiesen, in der Internetnutzer ihre Gebetswünsche äußern konnen, die dann von durch ProChrist vorgeschlagenen Freiwilligen gebetet werden sollen (Webseite „Zweifeln-und-Staunen.de„). Kritiker der Aktion (siehe AMB) benutzen das „Betformular“, um mehr oder weniger ernst gemeinte Anliegen zu äußern und amüsieren sich über die Antworten.

Es werden auch lehrreiche Fragen gestellt, die die Einstellungen der „Beter“ von ProChrist offenbaren. Auch ein christlicher Blog (Theopop.de) hat sich kritisch geäußert. Der AMB-Kommentator „barkai“ wünschte sich ein Gebet zum Thema

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Rechtsextremismus unter Konfessionslosen?

Im November 2012 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie [4, Die Mitte im Umbruch] veröffentlicht, die die Zustimmung zu rechtsextremen Gedankengut in Deutschland analysiert. Konfessionslose zeigen 2012, im Vergleich zu 2010, eine stärkere Zustimmung zu diesen rechtsextremen Gedanken und  liegen damit, im Gegensatz zu 2010, oberhalb der Werte der katholischen und evangelischen befragten Teilnehmer.

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